AVT Köln

Institutsambulanz Barbarossaplatz - Köln

Wir sind eine ziemlich große Lehrpraxis. Zum Glück hat man nur selten den Eindruck, dass hier viele Therapeuten arbeiten und dass zu uns viele Patienten kommen. Normalerweise ist es sogar ziemlich still und friedlich. Zum Teil liegt das daran, dass wir auf zwei Stockwerken verteilt sind. Außerdem haben wir die Patienten daran gewöhnt, erst kurz vor Therapiebeginn zu kommen, was zur Folge hat, dass der Wartebereich meistens leer und still ist.

Wir sind eine Lehrpraxis, die sich um eine gute Ausbildungsqualität bemüht. Was heißt das?

Wir sind zu viert: Hans-Dieter Dumpert, Lisa Kolley (im Augenblick im Mutterschutz), Christina Noce, Christian Laier. Dadurch ist praktisch immer eine Leitungsperson ansprechbar, und zwar nicht nur für kurze Anfragen, sondern auch für längere Beratungsgespräche. Ausbildungsteilnehmer(innen) brauchen individuell auf sie zugeschnittene Hilfen. Für den Einen heißt das Nachhilfe im Schreiben von Berichten an den Gutachter, für den Anderen, Hilfe zu bekommen gegen die Angst, den Ansprüchen der Patienten nicht zu genügen. Und andere brauchen wieder etwas anderes.

Wir bemühen uns intensiv um die Verbesserung struktureller Qualitätsaspekte. Das hat damit zu tun, dass der Ambulanzleiter, Hans-Dieter, auch in der Ausbildungsleitung der AVT tätig ist. Dadurch hat unsere Lehrpraxis so eine Art „Vorreiter-Funktion“. Wenn irgendeine Problematik am Lehrpraxen-Horizont auftaucht, dann wird gerne gesagt: „die Lehrpraxis Barbarossaplatz könnte sich darum kümmern“. Auf diese Weise sind bei uns Ausarbeitungen und Vorgehensweisen entwickelt worden, die auch für andere Lehrpraxen nützlich sind, z. B. Empfehlungslisten für Standard-Testungen und eine Testsammlung für spezielle Störungen, Maßnahmenkataloge für Fälle, bei denen normale Psychotherapie nicht ausreicht (z. B. niederschwellige Beratungsangebote, Arbeitsberatung, Therapie mit Migranten, Verhalten bei Notfällen).

Wir wissen, dass es verschiedene psychotherapeutische Stile gibt. Wir wollen, dass jeder seinen eigenen Stil finden und pflegen kann.

Wir sind eine kommunikative Lehrpraxis. Wir lieben Mitarbeiter(innen), die gerne Mitteilung über sich machen: Wie es ihnen geht, was sie in der Therapiesitzung erlebt haben, wo sie Schwierigkeiten sehen, was sie interessiert. Entsprechend kommunikativ werden auch die neuen Mitarbeiter(innen) eingeführt und eingearbeitet. Zwar gibt es bei uns ein ausführliches Handbuch und für jeden Neuen eine zweistündige mündliche Einführung, aber die wichtigste Methode der Einführung ist die allgemeine Kommunikation: Man muss bei uns nur so aussehen, als hätte man eine Frage – schon will jemand Auskunft geben.
Ist das nicht manchmal auch anstrengend mit der Kommunikation? Manchmal! Immerhin, in einem der Therapeuten-Arbeitszimmer ist es meistens(!) ruhig. Und es gibt bei uns auch noch die stillen, sehr effektiven Ausbildungsteilnehmer, die wenig Zeit haben für Gespräche. Auch die sind bei uns herzlich willkommen.

Gibt es etwas, das wir in unserer Ambulanz nicht gut finden? Ja! Es vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht irgendetwas verbessern wollen. Oft sind es Kleinigkeiten. Da sagt zum Beispiel eine pT II-lerin, die im Büro arbeitet: „Wenn ein Patient anruft, der schon seinen Erstfragebogen geschickt hat und nun wissen will, wann er zum Erstgespräch eingeladen wird, dann müssen wir umständlich den entsprechenden Aktenordner durchsuchen. Besser wäre es doch, wenn wir im Computer eine Datei hätten, wo wir mit Such-Funktion arbeiten könnten.“ Klar, das wird verändert, das sind Kleinigkeiten. Aber es gibt auch wichtigere Verbesserungsideen. Im Augenblick denken wir darüber nach, wie unsere Ausbildungsteilnehmer(innen) bessere Hilfe beim Anfertigen der Protokolle von Therapiesitzungen bekommen können.

Früher – das heißt: bis 2014 – war das Motto unserer Institutsambulanz: „Wir wollen die netteste Lehrpraxis der AVT sein.“ Inzwischen hat sich das Motto verändert; es heißt jetzt: „Wir wollen nicht nur nett sein; wir wollen auch eine der besten Ausbildungspraxen sein.“    

 Allgemeine Informationen zur Praxis