AVT Köln

Stahl, Anke

Stahl 2018Geboren 1965 in Rheinhausen, aufgewachsen in Moers. Ich lebe seit 1984 in Köln und habe zwei inzwischen erwachsene Söhne. Ich regeneriere mich von meiner Arbeit entweder durch Kontakt zu netten Menschen um mich herum oder insbesondere durch Singen und Musik-Machen, Aufenthalt in der Natur, Reisen in die Sonne und/oder Berge.

Während des Psychologie-Studiums arbeitete ich als Autorin für Filmbücher, als Aushilfe in der Altenpflege, zuletzt auf einer geronto-psychiatrischen Station. Ich fing damals die Psychodrama-Ausbildung in Köln an. Meine Tätigkeit als Psychologin begann 1992 in der Rheinischen Landesklinik Bonn in der Abteilung für Gerontopsychiatrie. Nebenher sammelte ich erste Erfahrungen in der ambulanten Psychotherapie, was ich immer weiter ausbaute. 1995-98 absolvierte ich bei der AVT die Verhaltenstherapie-Ausbildung. In eigener Praxis ließ ich mich 1998 nieder, in einer Praxisgemeinschaft mit zwei weiteren Kolleginnen. 1999 erhielt ich im Rahmen der Übergangsregelung des Psychotherapeutengesetzes meine Kassenzulassung.

Meine Arbeit als niedergelassene Psychotherapeutin ist sehr stark von meinem traumatherapeutischen Schwerpunkt geprägt. Da ich mit meinen bis dahin erlernten Therapieverfahren gerade bei Traumatisierten schnell an meine (und deren) Grenzen stieß, suchte ich nach weiteren Methoden, mit denen ich mich sicherer fühlen könnte im Umgang mit dieser besonderen Patientengruppe. Über MPTT bei Fischer und PITT bei Reddemann kam ich schließlich zu EMDR (Shapiro), das ich seit 2002 mit großer Begeisterung anwende – nicht nur bei Patienten mit Traumafolgestörungen. Die PITT-Ausbild­ung hat mich darüber hinaus besonders in meiner Haltung den Patienten gegenüber sehr beeinflusst: die Berücksichtigung von Ressourcen, der Blick auf innere verletzte Anteile und der Ansatz, alle Anteile einer Person miteinander in eine gute Verbindung zu bringen und Trost zu spenden. Um dies zu vertiefen, absolvierte ich 2010 die bindungstherapeutische Ausbildung bei Brisch, was für mich eine schöne Möglichkeit war, alles was ich bis dahin gelernt hatte, zu integrieren.

Ich wurde schließlich 2014 EMDR-Supervisorin und führe seitdem EMDR-Einzel- und Gruppensupervision für angehende oder bereits ausgebildete Traumatherapeuten durch. In meiner Arbeit als Supervi­sorin ist mir wichtig, ebenso wie in meinen Therapien, die Supervisanden da abzuholen wo sie stehen, aus einer ressourcenorientierten und wertschätzenden Haltung heraus gemeinsam zu schauen, wie sie ihren eigenen Stil neben aller Methodik finden können, um so mit den Patienten einen hilfreichen und heilsamen Weg zu gehen.

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